Community Camp Berlin 2010 – Tag 1

1 Nov

Am Wochenende nahm ich am Community Camp 2010 in Berlin teil. Zum dritten Mal war Cimdata Locationsponsor und da ich bei Cim eine Ausbildung zum Mediengestalter Digital & Print absolviere und ich seit fast 5 Jahren blogge, lag nichts näher als beim CCB10 mitzumachen. Die Aufforderung, dass es nur aktive Teilnehmer geben soll, nahm ich natürlich wörtlich. So stand für mich von Anfang an fest, daß ich mich mit einer Session einbringe. Noch am Freitag saß ich am meinem Rechner und grübelte, wie ich nun das Thema Corporate Blogs präsentieren sollte. Ich liebe ja Präsentationen und setze auch gerne Power Point ein. Gedanken hatte ich viele im Kopf, aber es gelang mir nicht diese umzusetzen. So wählte ich einen für mich neuen Weg: Eine Power Point und Beamer freie Session.

Nach der Vorstellungsrunde hatte ich die Chance als Erster meine Session vorzustellen und konnte mir so auch den für mich besten Slot um 15 Uhr aussuchen. Eine tolle Wahl, wie sich später herausstellen sollte. Meiner Session gab ich die Headline „Community Building durch Corporate Blogs – Chance oder Illusion?“ Nur wenige hoben die Hände, um ihr Interesse zu bekunden. So rechnete ich mit einer kleinen, intimen Runde. Meine erste Session, die ich besuchte, hatte Azure zum Thema. Für mich neu, aber durchaus interessant. Da ich als Tester für das Toshiba AC 100 ausgewählt wurde, blieb in zur zweiten Session im Toshiba Raum und gab den freundlichen Abgesandten von Toshiba zusammen mit einigen anderen Testern ein ausführliches und durchaus kritisches Feedback. Erstaunt hat mich die Haltung der Toshiba Firmenzentrale in Japan zu entspielgelten Screens. Anscheinend werden diese nur in Deutschland verstärkt verlangt und so verzichtet Toshiba darauf entspiegelte Displays anzubieten. FAIL!

Die Zeit danach nutzte ich intensiv zum Networken und zum Austausch von Ideen. Ich möchte hier ausdrücklich das phantastische und leckere Catering loben, welches dafür gesorgt hat, daß ich in den nächsten Wochen kulinarisch etwas kürzer treten muss. Leider verzichtete ich auf die Keynote-Session, die im Cimdata-Loft stattfand. Die TU Chemnitz musste dabei erfahren, was passiert, wenn die Community unerwartet reagiert: Sie stimmte mit den Füssen ab und flüchtete in Scharen aus dem Cimdata-Loft. Was nicht an den netten Menschen von der TU lag, aber die Teilnehmer des CCB10 stellten sich schon die Frage, was das alles soll, denn mit konkreten Daten konnten und durften die Soziologen nicht aufwarten.

Um kurz vor 15 Uhr ging ich in den Toshiba Raum und war total überrascht. Der Raum war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Ich werde mich noch ausführlich mit meiner Session auseinandersetzen, denn wie zu erwarten war, gab es nicht nur positive Reaktionen, sondern auch reichlich Widerspruch. Was ich phantastisch finde, denn würde ich nur Zustimmung ernten, dann würde ich wohl etwas falsche machen. Meine Thesen und Standpunkte waren mitnichten neu, aber durchaus an der einen oder anderen Stelle provokant. Vor allem von Marketing-Menschen kam Widerspruch, was mich nicht überrascht hat, denn dort geht durchaus die Angst vor einem Kompetenzverlust der eigenen Abteilung durch die Etablierung von Social Media in Firmen um. Ich bin der klaren Ansicht, daß Social Media eben nicht im Marketing angesiedelt sein sollte, sondern als eigenständige Abteilung unter einem CCO (Chief Communication Officer) geführt werden muss. Meine Hauptthese, dass Corporate Blogs unbedingt glaubwürdig sein müssen, erregte am meisten die Gemüter.

Nach meiner Session musste ich erst einmal durchatmen und tauschte mich mit anderen Teilnehmern über diverse Fragen aus. Dabei möchte ich ausdrücklich Florian Fiegel und Ralf Hendel hervorheben, von denen ich ein geniales Feedback erhalten habe. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit auf einem Community Camp vergeht. Schon war es 18 Uhr und oben im Loft wurde entspannt, vernetzt und wieder gegessen. Herrliche LachsWraps wurden gereicht und dazu köstliches Bier oder angenehmer Wein. Viele interessante Ideen, viele interessante Menschen: Das Community Camp war aus meiner Sicht ein voller Erfolg und im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei.

Morgen folgt dann eine subjektive Schilderung (with a little NoShowerBashing) von Tag 2 und meiner Session.

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3 Antworten to “Community Camp Berlin 2010 – Tag 1”

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  1. Mission "Ärsche in Raumschiffen": Drupal auf dem Community-Camp Berlin | Drupal in Hamburg - Beratung, Service, Webdesign, Hosting | Blog - 2. November 2010

    […] […]

  2. Das war das CommunityCamp Berlin 2010 #ccb10 | Community Management Blog - 3. November 2010

    […] https://telegetssocial.wordpress.com/2010/11/01/community-camp-berlin-2010-tag-1/ […]

  3. dagger.twoday.net - 3. November 2010

    Eindrücke vom Community Camp Berlin 2010 #ccb10…

    Langsam scheint es sich zu einer Art Unsitte zu werden am ersten Tage eines Barcamps ordentlich spät zu erscheinen wenn das Camp irgendwo in der Nähe des eigenen Heims stattfindet. Für mich gab es allerdings einen guten Grund. Das Commu….

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